Konzept

Informationstext zur Schule von einer Kollegiatin

…Eine Schule voller Diversität und Heterogenität…

…Eine Schule, in der Chancengleichheit herrscht und ein:e jede:r Kollegiat:in die Möglichkeit hat, individuell gefördert zu werden…

…Eine Schule mit offenen Lehrräumen, welche viel Platz für persönliche Entfaltung bieten…

…Eine Schule, in der man selbstbestimmt lernt, seine Schullaufbahn eigenverantwortlich gestaltet und diese entsprechend dokumentiert…

Das und noch vieles mehr hat Hartmut von Hentig 1969 mit der Gründung des Oberstufen-Kollegs und der benachbarten Laborschule möglich gemacht.

Das Oberstufen-Kolleg fungiert als Bindeglied zwischen Schule und Studium. Das umfangreiche Angebot an Studienfächern ermöglicht es den Kollegiat:innen, sich frühzeitig auf das Studium an einer Hochschule oder einer Universität vorzubereiten und erste Erfahrungen im Bereich der wissenschaftlichen Arbeit zu sammeln.

Vor allem in Sachen Chancengleichheit unterscheidet sich das Oberstufen-Kolleg sehr stark von herkömmlichen gymnasialen Oberstufen. Die speziellen Aufnahmebedingungen machen es möglich, dass nicht nur Schüler:innen mit einem Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe aufgenommen werden, sondern auch Schüler:innen, die eine Fachoberschulreife oder einen Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung besitzen. Durch das besondere Aufnahmeverfahren wird sichergestellt, dass die Bewerber:innen auch wirklich für das OS geeignet sind. -> Mehr dazu unter Bewerbungen

Am Ende der Ausbildung am Oberstufen-Kolleg, die im Normalfall drei Jahre und in besonderen Fällen zwei bis zweieinhalb Jahre beträgt, erlangen die Kollegiat:innen die allgemeine Hochschulreife, also das Abitur. Es ist aber auch möglich, das Oberstufen-Kolleg am Ende der 12. Klasse mit einem Fachabitur zu verlassen.

Das Oberstufen-Kolleg ähnelt einer Gemeinschaft, in der jede:r Kollegiat:in Mitbestimmung und Verantwortung erfährt, um so eine urteilsfähige Person in einer Demokratie zu werden. Hier erwirbt man nicht nur Wissen, sondern wächst als Mensch und entwickelt seine Persönlichkeit. -> Mehr dazu unter KollegiatInnen, Demokratische Partizipation

[Autorin: Berfin, Kollegiatin am Oberstufen-Kolleg Bielefeld (2021)]

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Die Versuchsschule - Das Oberstufen-Kolleg Bielefeld in Kürze

Entwicklung der Informationsgesellschaft, wachsende kulturelle Heterogenität, fortbestehende soziale Ungleichheit, steigende Anforderungen an die Qualifikationen, vor allem an die Entwicklung allgemeiner Fähigkeiten in Berufsausbildung und Studium – diesen Herausforderungen stellt sich das Oberstufen-Kolleg mit einer besonderen Konzeption des Lernens und Lehrens.

Die folgenden grundlegenden Ziele stellen sein spezielles Profil dar:

Das Oberstufen-Kolleg war seit seiner Gründung im Jahre 1974 bis 2006 zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bielefeld. Seit 2007, dem Zeitpunkt der Trennung von schulischem und wissenschaftlichem Bereich, umfasst es die Versuchsschule Oberstufen-Kolleg, die im Geschäftsbereich des MSB angesiedelt ist, und die Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg, die eine wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld ist. Beide Institutionen haben folgenden gemeinsamen Versuchsauftrag, der identisch in den Präambeln der Grundordnung der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg (MSW NRW, 2007) und der Verwaltungs- und Benutzungsordnung der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg (Universität Bielefeld, 2007) verankert ist:

„Die Versuchsschule Oberstufen-Kolleg (VS OS) und die Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg (WE OS) haben den gemeinsamen Auftrag, Grundfragen des Bildungswesens systematisch zu untersuchen, Reformmodelle im wechselseitigen Bezug von Theorie und Praxis zu erproben und ihre Übertragbarkeit auf die beste-henden Bildungseinrichtungen zu prüfen.“

[Quelle: Bericht Versuchsschule Oberstufen-Kolleg und Wissenschaftliche Einrichtung für Kabinettsbericht an das MSB (2021)]